EUROIMMUN IFT: Unerreicht in Qualität und Vielfalt

Testprinzip

  • Um Autoantikörper oder Infektionsantikörper zu identifizieren, werden Zellen, Gewebeschnitte oder aufgereinigte, biochemisch charakterisierte Substanzen als Antigen-Substrate verwendet.
  • Im ersten Inkubationsschritt binden sich bei positiven Proben die nachzuweisenden Antikörper aus dem verdünnten Patientenserum an die Festphasen-gebundenen Antigene.

  • Im zweiten Inkubationsschritt werden diese Antikörper mit Fluorescein-markierten Anti-Human-Antikörpern sichtbar gemacht.

  • Im Fluoreszenzmikroskop werden die gebundenen Antikörper identifiziert.

  • Positive Proben können stufenweise austitriert werden. Ein geeignetes Raster erhält man mit einem Verdünnungsfaktor von 3,162 (Quadratwurzel aus 10). Bei jeder zweiten Stufe steht dann im Nenner eine ganzzahlige Potenz von 10 (1:10, 1:32, 1:100, 1:320, 1:1000, 1:3200, 1:10000 usw.)


Die indirekte Immunfluoreszenz: Eine Standardtechnik für die Diagnostik von Autoantikörpern und Infektionsantikörpern

Muster homogen. AntidsDNS? Anti-Histone?
Muster feingranulär. Anti-SS-A? Anti-SS-B?
Muster nucleolär. Anti-PM-Scl?
Muster cytoplasmatisch. AMA-M2?
  • Hohe Spezifität: Positive und negative Proben ergeben einen großen Signalunterschied. Für jeden gebundenen Antikörper zeigt sich ein typisches Fluoreszenzmuster, je nach Lokalisation der einzelnen Antigene.
  • Das gesamte Antigenspektrum der Ausgangssubstrate steht zur Verfügung, so dass man viele Antikörper erfasst und eine hohe Trefferquote erzielt.
  • Die Immunfluoreszenz erlaubt es, gleichzeitig Antikörper gegen mehrere, biochemisch unterschiedliche Antigene eines biologischen Substrats in ein und demselben Analyseansatz zu bestimmen.
  • Der indirekte Immunfluoreszenztest ist die Methode der Wahl, wenn es nicht möglich ist, Testantigene analysegerecht für Enzymimmuntests aufzubereiten.

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EUROIMMUN-Innovationen zur Standardisierung und Modernisierung der indirekten Immunfluoreszenz

BIOCHIP-Technologie und BIOCHIP-Mosaiken™
  • Aktivierungstechnik: Kulturzellen und Gewebeschnitte werden auf physikalisch oder chemisch aktivierte Deckgläser aufgebracht. Gefrierschnitte werden kovalent auf der Glasoberfläche verankert. Die Haftung steigt um mehr als das Hundertfache. Die Schnitte können nicht mehr abschwimmen.
  • BIOCHIP-Technologie: Die Deckgläser mit dem biologischen Material werden maschinell in millimetergroße Fragmente (BIOCHIPs) unterteilt. Pro Gewebeschnitt lassen sich 10 und mehr erstklassige Präparate von einheitlicher Qualität gewinnen, bei Kulturzell-Substraten sogar mehrere tausend.
  • BIOCHIP-Mosaiken™: Werden auf einem Testfeld des Objektträgers mehrere BIOCHIPs mit unterschiedlichen Substraten angeordnet, können Antikörper gegen mehrere Organe oder Infektionserreger simultan untersucht werden. Umfangreiche Antikörper-Profile lassen sich jetzt einfach erstellen, die Ergebnisse auf verschiedenen Substraten werden wechselseitig abgesichert.
  • Titerplane™-Technik: Die Proben oder Reagenzien werden zunächst auf die Reaktionsfelder eines Reagenzträgers pipettiert. Danach legt man die Objektträger von oben in die Aussparungen des Reagenzträgers, wodurch alle BIOCHIPs gleichzeitig Kontakt mit den Tropfen bekommen und die Reaktionen gestartet werden. Die Proben verlaufen nicht, eine "feuchte Kammer" ist überflüssig.

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Chemisch aktivierte Deckgläser für die Histochemie

Kovalente Kopplung von Gefrierschnitten an Glasoberflächen.
  • In der Diagnostik organ- bzw. gewebespezifischer Autoantikörper werden Gefrierschnitte unterschiedlicher Organe eingesetzt. Während der Inkubation im wässrigen Medium litt jedoch früher die Morphologie der Gewebe, Bestandteile der Schnitte lösten sich gelegentlich von den Objektträgern, und die Resultate konnten nicht sicher interpretiert werden.
  • Wir haben mit der Aktivierungstechnik erstmals für die Histologie Methoden der Solid-Phase-Technik angewandt. Die Oberfläche von Deckgläsern wird dazu mit spontan reaktiven Aldehydgruppen beschichtet. Anschließend wird das Gewebe auf diese chemisch aktivierten Deckgläser aufgebracht (Stöcker, W.: Europäisches Patent 0 117 262; U.S.-Patent 4,647,543). Freie Aminogruppen der Gewebeschnitte, insbesondere des im Kollagen enthaltenen Hydroxylysins, binden sich dann kovalent an das Trägermaterial.
  • Die Haftung der Gefrierschnitte steigt dadurch um mehr als das Hundertfache, sie lösen sich während der Inkubationen nicht mehr ab. Die Aktivierung führt auch zu einer teilweise erheblich besseren Strukturerhaltung, besonders bei früher im allgemeinen schlecht haftenden Organen. Die Resultate können sicherer beurteilt werden.

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Nachweis niedrig-avider Antikörper

niedrig-avide Ak gegen EBV-CA
hoch-avide Ak gegen EBV-CA; ohne Harnstoff (links); mit Harnstoff (rechts)
  • Mit der Bestimmung der Antikörper-Avidität steht ein alternatives Prinzip zur serologischen Diagnose frischer Infektionen zur Verfügung.
  • Das Immunsystem reagiert auf eine Infektion zunächst mit der Bildung niedrig-avider Antikörper. Mit fortschreitender Krankheitsdauer wird den Antigenen immer genauer angepasstes IgG sezerniert – die Avidität nimmt zu. Solange im Serum kein hoch-avides IgG vorliegt, befindet sich die Infektion in einem frühen Stadium.
  • Um niedrig-avide Antikörper zu identifizieren, werden zwei IFT parallel angesetzt: Ein Test wird konventionell durchgeführt, beim anderen erfolgt zwischen den Inkubationen mit Patientenserum und Anti-Human-IgG eine Harnstoff-Behandlung, bei der sich niedrig-avide Antikörper von den Antigenen ablösen.
  • Niedrig-avide Antikörper liegen vor, wenn die Fluoreszenzintensität durch die Harnstoff-Behandlung wesentlich (zwei Intensitätsstufen oder mehr) verringert wird.
  • Folgende Testsätze zur Aviditätsbestimmung sind erhältlich: Toxoplasma gondii, Röteln-Viren, West-Nil-Viren, EBV-CA, EBV-EA, VZV, CMV.

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EUROPLUS™-System: Kombination aus herkömmlichen Immunfluoreszenzsubstraten und monospezifischen Tests

EUROPLUS™: BIOCHIP-Kombination aus Gewebeschnitten/Zellsubstraten (links) und Antigen-Dots (rechts).
  • Mit den EUROPLUS™-Immunfluoreszenztests werden Antikörper sowohl mit Gewebeschnitten/Zellsubstraten dargestellt, als auch mittels monospezifisch reagierender Antigen-Dots erfasst.
  • So können in ein und demselben Testfeld die mittels IFT-Suchtest gefundenen Antikörper differenziert oder bestätigt werden. In einigen Fällen können die Antigen-Dots das Antigenspektrum erweitern und ermöglichen damit ein breiteres Screening.
  • Als monospezifische Substrate werden BIOCHIPs eingesetzt, die mit aufgereinigten oder rekombinant hergestellten Antigenen in Tropfenform beschichtet sind.
  • Bei einem positiven Resultat erscheinen im Mikroskop grüne Kreisflächen der Antigen-Dots vor dunklem Hintergrund.
  • In einigen EUROPLUS™-Testsystemen sind auf einem BIOCHIP mehrere verschiedene Antigene als separate Antigen-Reihen beschichtet. So können mit einem einzigen BIOCHIP mehrere monospezifische Analysen durchgeführt werden.
  • Viele verschiedene BIOCHIP-Kombinationen für die unterschiedlichsten diagnostischen Fragestellungen sind erhältlich.

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