Durchführung

Indirekter Immunfluoreszenztest, durchgeführt mit der Titerplane™-Technik

Zur Standardisierung der Analysen wurde von EUROIMMUN die Titerplane-Technik entwickelt: Die Proben oder das markierte Antiserum werden zunächst auf die Reaktionsfelder eines Reagenzträgers pipettiert. Danach legt man die Objektträger von oben in die Aussparungen des Reagenzträgers, wodurch alle BIOCHIPs gleichzeitig Kontakt mit den Tropfen bekommen und die Reaktionen gestartet werden. Position und Höhe der Tropfen sind durch die Geometrie des Systems genau definiert, die Proben verlaufen nicht mehr. Da sich die Flüssigkeit in einem abgeschlossenen Raum befindet, ist eine ”feuchte Kammer” überflüssig. Man kann beliebig viele Proben unter identischen Bedingungen simultan nebeneinander inkubieren.


Vorbereiten: Überprüfung des Reagenzträgers: Reaktionsfelder hydrophil, Umgebung hydrophob? Gegebenenfalls mit Extran MA 01 (Merck) abreiben und mit viel Wasser abspülen. Desinfektion: 1 Stunde lang eintauchen in Sekusept Extra (Henkel), 3%ig in Wasser. Schutzhülle der Objektträger erst öffnen, wenn sie Raumtemperatur angenommen haben. Mit Filzstift beschriften, BIOCHIPs nicht berühren.

Verdünnen: Serumproben entsprechend Testprotokoll des Anwenders verdünnen. Positive und negative Kontrollen mitführen. Gebrauchsfertige Kontrollseren vor der Entnahme aus dem Vorratsgefäß mit Pipette mischen.


Pipettieren: Je Reaktionsfeld des Reagenzträgers verdünntes Serum pipettieren. Luftblasen vermeiden. Vor Beginn der Inkubation alle Proben des gesamten Test-Ansatzes auftragen (bis zu 200 Tropfen). Pipettierschablone benutzen.

Pipettiervolumen:
10 µl je Feld (3 x 3 mm)
30 µl je Feld (5 x 5 mm)
70 µl je Feld (7 x 9 mm)


Inkubieren: Objektträger in Aussparung des Reagenzträgers legen. Dabei tauchen die BIOCHIPs in die Tropfen ein, und die Reaktionen werden gestartet. Tropfenkontakt überprüfen und darauf achten, dass die einzelnen Tropfen nicht verlaufen. 30 min lang bei Raumtemperatur inkubieren.


Waschen: Objektträger mit einem Schwall Phosphatpuffer abspülen (Becherglas) und ihn unmittelbar danach in eine Küvette mit Phosphatpuffer stellen.

1 s spülen
5 min Küvette


Pipettieren: Je Feld des (inzwischen gereinigten) Reagenzträgers markiertes Antiserum pipettieren. Alle Tropfen des gesamten Test-Ansatzes auftragen, bevor weiterinkubiert wird. Multipette verwenden. Das markierte Antiserum ist vor der Entnahme des benötigten Aliquots mit der Pipette zu mischen. Das Antiserum kann – um Zeit zu sparen – während der Inkubation mit dem verdünnten Serum auf separate Reagenzträger getropft werden.

Pipettiervolumen:
10 µl je Feld (3 x 3 mm)
25 µl je Feld (5 x 5 mm)
65 µl je Feld (7 x 9 mm)


Inkubieren: Objektträger einzeln aus Küvette nehmen, dann jeweils innerhalb 5 Sekunden Rückseite und Unterkante mit einem Papiertuch abtrocknen und wieder so in die Aussparungen des Reagenzträgers legen, dass die BIOCHIPs in die Tropfen eintauchen. Tropfenkontakt überprüfen und 30 min lang bei Raumtemperatur inkubieren. Die Bereiche zwischen den Feldern sollen vor dieser Inkubation nicht abgetrocknet werden. Ab jetzt direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.


Waschen: Objektträger mit Phosphatpuffer abspülen (Becherglas). Dann 5 min lang in Küvette mit frischem Phosphatpuffer waschen.

1 s spülen
5 min Küvette


Eindecken (Tropfflasche): Eindeckmedium auf Deckglas tropfen (Styropor–Eindeckhilfe benutzen). Objektträger aus der Küvette nehmen, Rückseite und alle vier Kanten mit Papiertuch abtrocknen und, mit den BIOCHIPs nach unten, auf das betropfte Deckglas legen. Sofort prüfen, ob das Deckglas in der Aussparung des Objektträgers eingerastet ist, andernfalls Sitz korrigieren.

Eindeckvolumen:
10 µl je Feld (3 x 3 mm)
10 µl je Feld (5 x 5 mm)
20 µl je Feld (7 x 9 mm)


Auswerten: Fluoreszenz mit dem Mikroskop beurteilen.

Bitte beachten Sie auch die Möglichkeiten zur Automatisierung.

Zur Durchführung der Tests ist die Testanleitung in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.

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