Autoantikörper gegen MAG, Myelin, GAD

Neurologie-Mosaik 1

Kleinhirn: Antikörper gegen GAD und Yo (oben). Periphere Nerven: Anti­körper gegen Myelin und MAG (unten)
  • Suchtest zum Nachweis von Antikörpern gegen neuronale Antigene.
  • Indikationen: Neurologische Erkrankungen.
  • Ausgangsverdünnung 1 : 10; Konjugatklasse Anti-Human-IgG, FITC-markiert.
  • Substrate: Kleinhirn (Affe), Nerven (Affe), Darm (Affe)
  • Primatenkleinhirn und Primatennerven sind die Standardsubstrate für den Nachweis verschiedener neuronaler Antikörper. Der parallele Einsatz von Primatendarm ermöglicht eine gesicherte Abgrenzung gegenüber anderen Autoantikörpern (z. B. ANA) und erlaubt die Unterscheidung zwischen Ri- und Hu-Antikörpern.
  • Antikörper gegen die graue Substanz reagieren intensiv mit dem Stratum granulosum und schwächer mit dem Stratum moleculare des Kleinhirns. Zielantigen: Glutamatdecarboxylase (GAD). Klinische Bedeutung: Stiff-Person-Syndrom, Diabetes mellitus Typ I.
  • Die weiße Substanz des Kleinhirns wird durch Antikörper gegen Myelin angefärbt, die sich in Gewebeschnitten peripherer Nerven als hyaline Zylinder darstellen lassen. Auf quergeschnittenen Nerven zeigt sich ein "tropfenartiges" ringförmiges Fluoreszenzmuster.
  • Antikörper gegen Myelin-assoziiertes Glycoprotein (MAG) erzeugen dagegen auf Nervengewebe eher ein streifiges Fluoreszenzmuster, auf quergeschnittenen peripheren Nerven eine meist feingranuläre ringförmige Fluoreszenz. Klinische Bedeutung: Paraproteinämische Neuropathie.

ProduktBestell-Nr.
Neurologie-Mosaik 1 FA 1111-1