EUROASSAY: Der Linienblot im Chip-Format

Testprinzip

  • Als Antigen-haltige Festphase werden Membranstreifen mit mehreren aufgereinigten, biochemisch charakterisierten Antigenen verwendet, die als dünne parallele Linien aufgetragen sind. Die Membranen sind als BIOCHIPs an Objektträgern fixiert.
  • Im ersten Inkubationsschritt binden sich bei positiven Proben die nachzuweisenden Antikörper aus dem verdünnten Patientenserum an die Festphasen-gebundenen Antigene.
  • Im zweiten Inkubationsschritt reagieren diese Antikörper mit Alkalische-Phosphatase-markierten Anti-Human-Antikörpern.
  • Im dritten Inkubationsschritt werden die gebundenen Antikörper durch eine Farbreaktion mit einer Chromogen-/Substratlösung sichtbar gemacht. Sind spezifische Antikörper im Serum des Patienten vorhanden, erscheint eine dunkle Linie an der jeweiligen Antigen-Position.
  • Die Inkubation der Objektträger erfolgt mit der Titerplane™-Technik: Proben und Reagenzlösungen werden auf Reagenzträger getropft, die Objektträger werden anschließend von oben auf die Reagenzträger gelegt, so dass die BIOCHIPs in die Tropfen tauchen.
  • Entsprechend den eingesetzten Antigenen können mehrere Antikörper simultan in ein und demselben Testansatz analysiert werden.

Einfache Handhabung

  • Mit einem Objektträger können mehrere Patientenseren gleichzeitig nebeneinander untersucht werden.
  • Gesamtdauer der Analyse etwa 100 Minuten. Bereits während des Waschvorgangs werden die Reagenzien für den nächsten Inkubationsschritt auf Reagenzträger getropft.
  • Alle Inkubationsschritte laufen bei Raumtemperatur ab. Das Schütteln der Objektträger zusammen mit dem Reagenzträger auf einem Rotationsschüttler bringt die optimale Sensitivität.
  • Geringer Reagenzienverbrauch: Jeweils 50 µl Serumverdünnung oder Reagenzlösung pro Auftragestelle sind nötig.
  • Gebrauchsfertige Reagenzien (Waschpuffer: Konzentrat).

Zuverlässige und einfache Auswertung

EUROASSAY Anti-ENA ProfilPlus: Nachweis von Antikörpern gegen SS-A und SS-B bei Sjögren-Syndrom.
  • Das Ergebnis wird visuell beurteilt: Es fallen keine Investitionskosten für Photometer o. ä. an.
  • Die Antigen-Linien befinden sich an genau definierten Positionen. Die Auswertung ist dadurch deutlich einfacher als bei Westernblots.
  • Auf jedem Testfeld wird die korrekte Durchführung der einzelnen Inkubationsschritte durch die Anfärbung der Kontrollbande signalisiert.
  • Positive und negative Resultate lassen sich einfach und sicher voneinander unterscheiden. Die Intensität der Banden korreliert weitgehend mit dem Antikörpertiter.
  • Als Antigene kommen aufgereinigte, meist affinitäts-chromatographisch isolierte Antigene zum Einsatz. Auf den Membranstreifen sind keine überflüssigen Proteine vorhanden, die zu unspezifisch positiven Resultaten führen könnten.
  • Die inkubierten Objektträger können über längere Zeit archiviert werden, die Ergebnisse lassen sich einfach dokumentieren.

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