Parathormon (PTH)

Klinische Bedeutung

Der Knochenstoffwechsel wird maßgeblich durch die Aktivität der Osteoblasten und Osteoklasten, die calciotropen Hormone 1,25-Dihydroxy-Vitamin D, Parathormon und Calcitonin sowie durch die extrazelluläre Calcium-Konzentration beeinflusst.

Das Parathormon (PTH) ist ein Peptidhormon, das in der Nebenschilddrüse gebildet wird. Die Hauptfunktion des PTH ist die Erhöhung der Calcium-Konzentration im Blutplasma, wobei das sogenannte intakte PTH (iPTH) die biologisch aktive Form darstellt und bei erniedrigtem Calcium-Spiegel ausgeschüttet wird. Das iPTH wird nach einer Halbwertszeit von weniger als vier Minuten aus dem Kreislauf eliminiert.

Diagnostik

Die Quantifizierung von intaktem PTH ist wesentlicher Bestandteil der Diagnose des primären Hyperparathyreoidismus, bedingt durch ein solitäres Nebenschilddrüsen-Adenom mit Atrophie der restlichen Nebenschilddrüsen oder einer primären Hyperplasie aller vier Nebenschilddrüsen. Der unkontrollierte Anstieg des PTH-Spiegels mit dadurch bedingter Hyperkalzämie führt zu Knochenveränderungen mit Verringerung der Knochenmasse und Nephrolithiasis (kalziumoxalat- oder kalziumphosphathaltige Nierensteine). Bei über 90 Prozent der Patienten mit primärem Hyperparathyreoidismus wird eine erhöhte iPTH-Konzentration beobachtet.

Aus der kombinierten Bestimmung der 25-OH-Vitamin-D-, Parathormon- und Calcitonin-Spiegel können Rückschlüsse auf eine Knochenstoffwechselstörung oder -erkrankung gezogen werden.

Ausgewählte Produkte:

Methode
Parameter
Substrat
ELISA
Intact-PTH
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
ELISA
Calcitonin
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
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