Plasma-Renin-Aktivität (PRA)

Klinische Bedeutung

Bei 5 bis 10 % aller Bluthochdruck-Patienten liegt ein primärer Hyperaldosteronismus (PHA) zugrunde, bei den Patienten mit therapieresistenter Hypertonie sind es etwa 20 %.  Zum Screening auf PHA in Risikopatienten werden die Renin- und Aldosteron-Spiegel im Plasma bestimmt und das Aldosteron-Renin-Verhältnis wird berechnet.

Niedrige Renin-Werte sind auch mit einer Hyperplasie der Nebennierenrinde mit Aldosteron-Überproduktion assoziiert sowie mit dem seltenen Liddle-Syndrom, einer erblichen Form von Bluthochdruck, bedingt durch die Mutation eines epithelialen Natriumkanals der Nierentubuli: Wasser- und Natriumresorption sind erhöht, Renin- und Aldosteron-Plasmaspiegel sind erniedrigt. 

Diagnostik

Renin kann als enzymatische Plasma-Renin-Aktivität (PRA) bestimmt werden. Die PRA-Messung ist präzise, da die Angiotensinogen-Konzentration berücksichtigt wird.

PRA wird in zwei Schritten bestimmt, zuerst wird in der Plasmaprobe enthaltenes Angiotensinogen in vitro in Ang I umgewandelt, danach wird das gebildete Ang I in einem Enzymimmuntest gemessen.

Circadiane Rhythmen beeinflussen die Renin-Werte nicht, sie steigen bei niedriger Natriumzufuhr, bei körperlicher Aktivität, während der Schwangerschaft und bei Einnahme von Diuretika. Die Renin-Spiegel nehmen mit zunehmendem Alter ab sowie bei beeinträchtigter Nierenfunktion und bei Einnahme von Beta-Blockern.

Ausgewählte Produkte:

Methode
Parameter
Substrat
ELISA
Plasma-Renin-Aktivität (PRA)
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
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