17-OH-Progesteron

Klinische Bedeutung

Das Steroidhormon 17-OH-Progesteron gehört zu den Gestagenen. Es wird in der Nebennierenrinde und den Ovarien gebildet. 17-OH-Progesteron entsteht durch Hydroxylierung von Progesteron und ist eine Vorstufe der Glucocorticoide, Mineralcorticoide und Androgene. Im Zuge der Biosynthese des Glucocorticoids Cortisol setzt das Enzym 21-Hydroxylase 17-OH-Progesteron zu 11-Desoxycortisol um. Daher gilt 17-OH-Progesteron als indirekter Parameter für die 21-Hydroxylase-Aktivität der Nebennierenrinde.

Beim Adrenogenitalen Syndrom (AGS), einer Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, ist die Hormonsynthese in der Nebennierenrinde gestört. Ein 21-Hydroxylase-Mangel ist in mehr als 90 Prozent der Fälle die Ursache des AGS. Infolgedessen kommt es zu einer Akkumulation von 17-OH-Progesteron, was  zu einem Überschuss an Androgenen führt, assoziiert mit Virilisierung und Hyperandrogenismus bei Frauen. Ein Mangel an Glucocorticoiden und Mineralcorticoiden tritt auf.

Diagnostik

Die Bestimmung der 17-OH-Progesteron-Konzentration erfolgt routinemäßig bei allen Neugeborenen zur Diagnose eines AGS. Zudem spielt die Ermittlung der 17-OH-Progesteron-Konzentration im Rahmen der Differenzialdiagnose der Hyperandrogenämie, des polyzystischen Ovarsyndroms sowie der Spätmanifestation (late onset) eines AGS eine entscheidende Rolle.

Ausgewählte Produkte:

Methode
Parameter
Substrat
ELISA
17-OH-Progesteron
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
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