Dehydroepiandrosteron

Klinische Bedeutung

Die Prohormone Dehydroepiandrosteron (DHEA) und DHEA-Sulfat (DHEA-S) werden in der Nebenniere gebildet und sind die häufigsten Steroidhormone des Menschen. In den Zielorganen werden sie zu Androstendion und weiter zu Androgenen (Testosteron und Dihydrotestosteron) und/oder zu Estrogenen prozessiert. DHEA und DHEA-S können enzymatisch in die jeweilige andere Form umgewandelt werden. DHEA-S im Blut gilt als Reservoir für die Bildung von bioaktiven Hormonen in Organen.

Die Konzentrationen von DHEA/-S schwanken im Laufe des Lebens bei Männern und Frauen beträchtlich. In utero sind sie hoch, nach der Geburt nehmen sie ab. Sie steigen wieder zum Zeitpunkt der Adrenarche, d. h. etwa im Alter von 8 Jahren  ‒ DHEA/-S sind die Biomarker der Adrenarche. Die DHEA/-S-Spiegel erreichen das höchste Niveau im Alter von etwa 20 Jahren, danach sinken sie stetig.

Diagnostik

Erhöhte Spiegel von DHEA/-S werden im Serum von 20 bis 30 Prozent der Frauen mit polyzystischem Ovar-Syndrom (PCOS) gefunden. Beim klassischen Adrenogenitalen Syndrom (AGS), bei dem die Nebenniere erhöhte Mengen an Androgenen produziert, sind die DHEA/-S-Konzentrationen paradoxerweise oft niedrig. Beim nichtklassischen AGS sind die DHEA-S-Blutspiegel häufig normal.

Ausgewählte Produkte:

Methode
Parameter
Substrat
ELISA
Dehydroepiandrosteron (DHEA)
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
ELISA
Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEA-S)
Antikörper-beschichtete
Mikrotitergefäße
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