Forschungsförderung

Die Forschung und Entwicklung bei EUROIMMUN wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union unterstützt.

In unserer Niederlassung in Dassow (Mecklenburg-Vorpommern) wird derzeit ein Projekt gefördert, das die Peptid-basierte Diagnostik von Nahrungsmittelallergien zum Inhalt hat. Im Zentrum der Arbeiten steht die Identifizierung der molekularen Zielstrukturen der allergiespezifischen Antikörper anhand klinisch charakterisierter Patientenseren. Diese Aminosäuresequenzen werden dann als Antigene in einem neuartigen serologischen Testsystem für die Diagnose von Nahrungsmittelallergien eingesetzt. Durch die Epitopcharakterisierung sollen Aussagen zu Differenzierung, Prognose und Therapie einer Nahrungsmittelallergie ermöglicht werden. Der Peptid-basierte Multiparametertest soll die Diagnostik von schweren Symptomen erlauben und die riskanten Provokationstests ersetzen.


Das Projekt „EUROPathologie-System“ (EPS) beinhaltet die Entwicklung neuer methodischer Ansätze für die Histopathologie. EPS wird alle wichtigen Schritte von der Herstellung der Gewebeschnitte bis zur Befundung und Archivierung der Ergebnisse berücksichtigen. Es wird modular aus fünf Teilsystemen aufgebaut sein, die sich entweder einzeln oder als komplette Straße in den bestehenden Workflow eines anatomisch-pathologischen Labors integrieren lassen.


Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit mehreren medizinischen Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sollen neuartige Testsysteme für die Diagnostik von Autoimmunerkrankungen im Bereich Endokrinologie entwickelt werden. Ursache der Erkrankungen sind chronisch entzündliche Reaktionen des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen, die Hormone und deren Wirkung betreffen.
Für den Nachweis der krankheitsassoziierten Autoantikörper sollen sensitive und zuverlässige Testsysteme entwickelt werden, die automatisch im Random-Access-Automaten abgearbeitet werden und damit schnell und standardisierbar sind. Sie sollen zu Früherkennung und Krankheitsmonitoring eingesetzt werden und Hinweise auf beginnende Spätfolgen liefern. Die Leistungsbewertung soll im Vergleich zu aktuell etablierten Testverfahren erfolgen.
Das Risiko bestimmter Erkrankungen steigt mit der Konzentration, der Anzahl und der Spezifität verschiedener Autoantikörper. Ein Autoantikörper-Screening, das durch die Automatisierung erst praktikabel wird, erlaubt die frühzeitige Erkennung und die Vermeidung von Komplikationen einer Manifestation. Darüber hinaus könnte der sensitive Nachweis der Autoantikörper auch Hinweise auf den zu erwartenden Krankheitsverlauf ermöglichen.
Außerdem sollen Alternativen zur Autoantikörperdiagnostik erforscht werden. Dazu soll der Nachweis bestimmter Autoantigene im Patientenserum etabliert werden. Es soll erforscht werden, ob sich die Autoantigene eventuell besser als die Autoantikörper zur Diagnose und für die Überwachung des Krankheitsverlaufs eignen.

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