Dermatologie-Mosaik 7: Ösophagus und Spalthaut (o. + Mitte links), BP230 gC und BP180-NC16A-4X (o. + Mitte rechts), Desmoglein 1 + 3 (u. links + rechts): Ak gegen epid. Basalmembran
Such- und Differenzierungstest zum Nachweis von hautspezifischen Antikörpern.
Das BIOCHIP-Mosaik besteht aus 6 Substraten: Primatenösophagus, NaCl-separierte Spalthaut, Desmoglein-1-exprimierende Zellen, Desmoglein-3-exprimierende Zellen, BP230-exprimierende Zellen (gC) und BP180-NC16A-4X (EUROPLUS). So steht in einem einzigen Analyseansatz ein umfangreiches Antigenspektrum zur Verfügung, das gezielte serologische Diagnosen ermöglicht.
Antikörper gegen Stachelzell-Desmosomen reagieren mit Oberflächenantigenen von Keratinocyten. Gewebeschnitte von Ösophagus und Zunge zeigen im gesamten Stratum spinosum eine granuläre Fluoreszenz der Interzellularsubstanz, jedoch kann man nur schwer zwischen Desmoglein 1 und Desmoglein 3 unterscheiden. Zusammen mit spezifisch transfizierten Zellen wird eine gezielte Diagnose in einem einzigen Testansatz möglich.
Antiköper gegen Basalmembranstrukturen reagieren mit NaCl-separierter Spalthaut. Anti-BP180, -BP230 und -LAD97 färben die epidermale Seite der Spalthaut, Antikörper gegen Laminin 5, Kollagen Typ VII und weitere Antigene die dermale Seite der Spalthaut.
Bei Autoantikörpern gegen BP180 oder BP230 ist die epidermale Basalmembran in Ösophagus oder Zunge als eine feinlineare Färbung zwischen Stratum basale und Bindegewebe sichtbar. Zur Differenzierung der Antikörper dienen hier zum einen mit BP180-NC16A-4X beschichtete BIOCHIPs, zum anderen spezifisch mit BP230 transfizierte Zellen (globuläre C-terminale Domäne (gC)).
Dieses BIOCHIP-Mosaik kann durch weitere Substrate beliebig variiert werden, z. B. Zunge (Antikörper gegen Stachelzell-Desmosomen, epidermale Basalmembran), Harnblase (Antikörper gegen Plakine), Kollagen Typ VII NC1-exprimierende Zellen.