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Hyper- oder Hypoparathyreoidismus

Klinische Bedeutung

Das Parathormon (PTH) wird von den Nebenschilddrüsen produziert und ausgeschüttet. Diese sind etwa erbsengroß und liegen hinter der Schilddrüse. PTH ist ein aus 84 Aminosäuren bestehendes Molekül, das in carboxyterminale, aminoterminale und mittlere Molekülfragmente gespalten wird. Nur die Fragmente mit intaktem Aminoterminus sind biologisch aktiv. Diese aktiven Formen haben eine Halbwertszeit von etwa fünf Minuten, während die inaktiven C-terminalen PTH-Fragmente mit einer Halbwertszeit von 24 bis 36 Stunden mehr als 90 % des insgesamt zirkulierenden PTH ausmachen. Sie werden überwiegend über die Nieren ausgeschieden. Infolgedessen können sich bei Patienten mit Nierenversagen hohe Konzentrationen von PTH-C-Fragmenten anreichern.

Die Hauptfunktion des PTH besteht darin, den Calciumspiegel im Blutkreislauf aufrechtzuerhalten. Bei Hypokalzämie ist die PTH-Produktion erhöht. Dadurch wird die Calciumresorption in den Nieren angeregt, die Calciumaufnahme aus dem Darm erhöht und der Knochenabbau stimuliert, um die Freisetzung von Calcium aus den Knochen zu erhöhen. Dieser Prozess wird durch einen negativen Rückkopplungsmechanismus gesteuert, bei dem ein Anstieg des Calciumspiegels im Blut die PTH-Produktion hemmt. 

Hyperparathyreoidismus entsteht, wenn die Nebenschilddrüsen übermäßig viel PTH in den Blutkreislauf abgeben. Man unterscheidet zwei Hauptformen von Hyperparathyreoidismus (HPT): den primären und den sekundären HPT. 

Der primäre HPT ist die häufigste Form und entsteht infolge einer Störung der Nebenschilddrüse(n). Diese führt zu einer unzureichend regulierten, übermäßigen PTH-Ausscheidung, was wiederum erhöhte Calciumwerte im Blut zur Folge hat. Die häufigste Ursache eines primären HPT ist ein gutartiges Adenom einer Nebenschilddrüse, das etwa 84 % der Fälle ausmacht. Weitere Ursachen sind eine Hyperplasie von zwei oder mehr Nebenschilddrüsen (ca. 15 %) sowie in seltenen Fällen ein bösartiger Tumor (etwa 1 %). 

Sekundärer HPT ist durch signifikant erhöhte PTH-Werte gekennzeichnet, die als Reaktion auf Erkrankungen mit chronisch niedrigen Calciumspiegeln auftreten.  Zu diesen gehören Vitamin-D-Mangel, aufgrund der damit einhergehenden verminderten Fähigkeit des Körpers zur Calciumaufnahme, sowie chronisches Nierenversagen, da die Nieren für die Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D in die aktive Form verantwortlich sind. Eine weitere Ursache kann eine Malabsorption von Calcium sein.

In einigen Fällen eines langanhaltenden sekundären HPT produzieren die Nebenschilddrüsen auch nach Beseitigung der Ursache der Hypokalzämie weiterhin erhöhte Mengen an PTH. Diese Konstellation wird als tertiärer HPT bezeichnet und tritt typischerweise bei Personen mit chronischer Nierenerkrankung auf, häufig nach einer Nierentransplantation. 

Der Hypoparathyreoidismus ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der die Nebenschilddrüsen nicht ausreichend PTH produzieren oder das ausgeschüttete PTH keine biologische Aktivität besitzt. Dies führt zu einem deutlich erniedrigten Calciumspiegel sowie zu einer Hyperphosphatämie. Die häufigste Ursache des Hypoparathyreoidismus ist eine Schädigung oder Entfernung der Nebenschilddrüsen im Rahmen operativer Eingriffe im Halsbereich.

Diagnostik

Milde Formen des HPT verlaufen häufig asymptomatisch und werden meist im Rahmen anderweitig indizierter Blutuntersuchungen entdeckt. Zu den typischen Symptomen schwererer Verlaufsformen zählen Nierensteine, Knochen- oder Gelenkschmerzen, erhöhte Knochenbrüchigkeit sowie Müdigkeit. 

Die Diagnose eines Hyperparathyreoidismus erfolgt in der Regel durch routinemäßige Blutuntersuchungen, bei denen die Konzentrationen von PTH, Calcium sowie verwandten Mineralstoffen wie Phosphor bestimmt werden. Ergänzende diagnostische Maßnahmen können eine 24-Stunden-Urinuntersuchung zur Bestimmung der Calciumausscheidung sowie Knochendichtemessungen umfassen.

Methods
Technology Parameter Substrate Species Calibration Ig Class Format Order No.
ELISA Calcitonin ELISA
Antikörper-beschichtete Mikrotitergefäße synthetisches humanes Calcitonin 0-500 pg/ml 96 x 01
EQ 6431-9601
ELISA 1,25-Dihydroxy Vitamin D EIA Antikörper-beschichtete Mikrotitergefäße 1,25-(OH)2-Vitamin D 96 x 01
AC-62F11
ChLIA IDS 1,25 VitD Xp Streptavidin-beschichtete Magnetpartikel quantitativ
100 x 01
IS-20001
ChLIA IDS 1,25 VitD Xp Control Set 6 x 1,2 ml Kontrolle 1/2 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D 2 Konzentrationen
IS-20301
ChLIA IDS 1,25-Dihydroxy Vitamin D Streptavidin-beschichtete Magnetpartikel quantitativ
100 x 01
IS-24001
ChLIA IDS 1,25-Dihydroxy Vitamin D Control Set 3 x 1,2 ml Kontrolle 1/2 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D 2 Konzentrationen
IS-24301
ELISA 25-Hydroxy Vitamin D S EIA
(D2 und D3)
Antikörper-beschichtete Mikrotitergefäße 25-OH-Vitamin D (D2 und D3) 96 x 01
AC-57SF11
ELISA 25-OH-Vitamin D ELISA
Antikörper-beschichtete Mikrotitergefäße 25-OH-Vitamin D (D2 und D3) 0/4/10/25/60/120 ng/ml 96 x 01
EQ 6411-9601
ELISA Intact-PTH ELISA
Antikörper-beschichtete Mikrotitergefäße rekombinantes humanes Parathormon (1-84) 0-500 pg/ml 96 x 01
EQ 6421-9601
ChLIA IDS 25 VitD S Streptavidin-beschichtete Magnetpartikel quantitativ
100 x 01
IS-2500N1
ChLIA IDS 25 VitD S Calibrator Set 1 x 1,0 ml Kalibrator 1/2/3/4/5/6 25-Hydroxy-Vitamin-D 6 Konzentrationen
IS-2520N1
ChLIA IDS 25 VitD S Control Set 3 x 2,5 ml Kontrolle 1/2 25-Hydroxy-Vitamin-D 2 Konzentrationen
IS-2530N1
ChLIA IDS Intact PTH Control Set 6 x 1,0 ml Kontrolle 1/2/3 Parathormon (PTH), intakt 3 Konzentrationen
IS-32301
ChLIA IDS Intact PTH Streptavidin-beschichtete Magnetpartikel quantitativ
100 x 01
IS-32001
* For research use only, not for in vitro diagnostic use in the sense of EU directive 98/79/EC.
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