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Anti-GBM-Krankheit (Goodpasture-Syndrom)

Klinische Bedeutung

Die Anti-GBM-Krankheit gehört zu den Vaskulitiden der kleinen Gefäße. Sie ist durch das Auftreten von Autoantikörpern gegen die nicht kollagene Domäne 1 der α3-Kette des Typ-IV-Kollagens (α3(IV)NC1) gekennzeichnet. Das Zielantigen ist in der glomerulären Basalmembran der Niere und in der Basalmembran der Lungenalveolen lokalisiert. Die Mehrzahl der Patienten leidet unter einer rasch progredienten Glomerulonephritis mit Mikro- oder Makrohämaturie, meist leichter Proteinurie und Anurie. Sind Nieren und Lunge betroffen (60 % – 80 % der Patienten), spricht man vom Goodpasture-Syndrom. Bei 20 % – 40 % der Patienten mit Anti-GBM-Krankheit sind nur die Nieren befallen, bei einem kleinen Teil nur die Lunge. Die Anti-GBM-Krankheit kann ohne Behandlung schnell zu Niereninsuffizienz, Lungenversagen und zum Tod führen. Ihre Inzidenz wird auf 0,5 – 1,6 Fälle pro Million und Jahr geschätzt. Die Anti-GBM-Autoantikörper sind pathogen, hohe Titer treten gewöhnlich bei Patienten mit schnell fortschreitender Nierenerkrankung auf. Werden die Antikörper umgehend durch Plasmaaustausch entfernt, verbessert sich die Prognose. Rezidive sind selten, wenn nach Plasmaaustausch und unter Immunsuppression keine Anti-GBM-Autoantikörper mehr gebildet werden. Können vor einer Nierentransplantation Anti-GBM-Autoantikörper im Blut nachgewiesen werden, ist ein Rezidiv im Transplantat sehr wahrscheinlich.

Diagnostik

Die Diagnose der Anti-GBM-Krankheit beruht bei Patienten mit Symptomen einer Glomerulonephritis mit oder ohne Lungenbeteiligung auf dem Nachweis von Anti-GBM-Autoantikörpern im Serum oder im Nierengewebe. Die Antikörper können im indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT) unter Verwendung von Gefrierschnitten der Affenniere oder in monospezifischen Immuntests mit gereinigter NC1-Domäne (z. B. ELISA, ChLIA, Linienblot, Antigendots im IIFT) bestimmt werden. Der Nachweis der Antikörper in einer Nierengewebsprobe dient der Bestätigung der Diagnose. Bis zu 35 % der Patienten mit Anti-GBM-Krankheit haben Antikörper gegen das Cytoplasma neutrophiler Granulocyten (ANCA, meist gegen Myeloperoxidase (MPO)). Bis zu 10 % der Patienten mit ANCA weisen Anti-GBM-Autoantikörper auf. Bei negativem Serumbefund und weiter bestehendem Verdacht einer Anti-GBM-Glomerulonephritis ist eine Nierenbiopsie angezeigt.

Methods
Technology Parameter Substrate Species Calibration Ig Class Format Order No.
IIFT Nierenglomeruli (GBM)
und Nierentubuli
Niere Affe IgG
IgG
10 x 05
10 x 10
10 x 05
10 x 10
FA 1250-1005
FA 1250-1010
FB 1250-1005
FB 1250-1010
IIFT EUROPLUS
Nierenglomeruli und -tubuli
glomeruläre Basalmembran (GBM)
2 BIOCHIPs je Feld:
Niere
GBM-BIOCHIPs

Affe
IgG
IgG
10 x 05
10 x 10
10 x 05
10 x 10
FA 1250-1005-1
FA 1250-1010-1
FB 1250-1005-1
FB 1250-1010-1
IIFT Nephrologie-Screen (KM) EUROPattern
Nierenglomeruli (GBM)


Niere

Affe
IgG 20 x 05
FC 1250-2005
IIFT EUROPLUS Nephrologie-Screen 1 EUROPattern
Nierenglomeruli (GBM)
glomeruläre Basalmembran (GBM)
2 BIOCHIPs je Feld
Niere
GBM-EUROPLUS

Affe
IgG 20 x 05
FC 1250-2005-1
ELISA Anti-GBM-ELISA (IgG)
glomeruläre Basalmembran
Antigen-beschichtete
Mikrotitergefäße
alpha-3-Kette des Typ-IV-Kollagens,
enth. NC1-Domäne, aus Rinderniere
2/20/200 RE/ml IgG 96 x 01
EA 1251-9601 G
ChLIA IDS GBM Antigen-beschichtete Magnetpartikel NC1?3(IV) quantitativ
50 x 01
IS-AI17031
ChLIA Anti-GBM-ChLIA (IgG) Antigen-beschichtete Magnetpartikel quantitativ IgG 100 x 1
LA 1251-10010 G
ChLIA Kontroll-Set Anti-GBM-ChLIA (IgG) 2 x 0,4 ml Kontrolle 1/2 IgG 02 x 02
LR 1251-20210 G
EUROLINE EUROLINE Anti-MPO, -PR3 und -GBM (IgG)
Myeloperoxidase
Proteinase 3
glomeruläre Basalmembran
EUROLINE IgG
IgG
16 x 01
64 x 01
DL 1200-1601-3 G
DL 1200-6401-3 G
ChLIA IDS ANCA/GBM Control Set 3 x 1,5 ml Kontrolle 1/2 humanes Serum 2 Konzentrationen
IS-AI17301
* For research use only, not for in vitro diagnostic use in the sense of EU directive 98/79/EC.
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