Calcitonin ist als Gegenspieler des Parathormons an der Regulation des Calciumstoffwechsels beteiligt. Die Produktion in der Nebenschilddrüse und Ausschüttung von Calcitonin werden durch einen erhöhten Calcium-Spiegel stimuliert und bewirken ein Absinken der Calcium-Konzentration im Blut. Calcitonin wirkt hemmend auf die Osteoklastenaktivität und ein zu niedriger Calcitoninspiegel wird mit Osteopenie, der Vorstufe der Osteoporose, in Verbindung gebracht. Deshalb wird zur Osteoporose-Therapie u. a. Calcitonin appliziert.
Angezeigt ist die Calcitonin-Serumdiagnostik u.a. zur Abklärung szintigraphisch kalter Schilddrüsenknoten und zur postoperativen Kontrolle nach Entfernung eines C-Zell-Karzinoms. Der Serum-Calcitoninspiegel ist stark erhöht beim medullären Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom).
Die quantitative Bestimmung von Calcitonin im Serum ist mit dem Calcitonin-ELISA vollautomatisiert durchführbar.