LCT-Gen (Laktose-Intoleranz)

EUROArray Laktose-Intoleranz Direct

Auswertung mittels EUROArrayScan
EUROArray Laktose-Intoleranz Direct

Die primäre Laktose-Intoleranz beruht auf einem genetisch bedingten Mangel an dem Verdauungsenzym Laktase, einem Dünndarm-Enzym, welches Laktose (Milchzucker) in Glukose und Galaktose spaltet. Ungespaltene Laktose wird durch Bakterien im Ileum und Dickdarm fermentiert, wodurch Gärungsprodukte entstehen, die zu Verdauungsstörungen und den typischen Symptomen der Laktose-Intoleranz führen. Etwa 20 % aller Europäer und nahezu 100 % aller Menschen in großen Teilen Asiens und im Süden Afrikas sind von einer Laktose-Intoleranz betroffen. Jedoch konnten sich auch Mutationen manifestieren, die zu einer dauerhaft erhöhten Laktase-Produktion und damit zu einer Toleranz gegenüber Milchzucker führen (Laktase-Persistenz).

Die beiden häufigsten mit der primären Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) assoziierten Mutationen sind die Polymorphismen 13910 C/T und 22018 G/A, die im Promotor-Bereich des Laktase (LCT)-Gens lokalisiert sind. Nach derzeitigem Erkenntnisstand entwickeln 13910 C/C und 22018 G/G homozygote Träger Symptome der Laktose-Intoleranz, während diese bei 13910 C/T und 22018 G/A heterozygoten Trägern nur in Stresssituationen oder bei Darminfektionen auftreten. Homozygote Träger 13910 T/T und 22018 A/A sind Laktase-persistent und zeigen keine Symptome.

Da es neben der genetisch bedingten (primären) Laktose-Intoleranz (unter 50 % Laktase-Aktivität), bei der eine lebenslange Laktose-Intoleranz besteht, auch eine sekundäre Laktose-Intoleranz gibt, welche in der Regel nach einigen Monaten überwunden sein kann, ist es für die Betroffenen von Bedeutung, die genaue Ursache der Erkrankung abzuklären.

Der EUROArray Laktose-Intoleranz Direct wurde speziell für die sichere Bestimmung der wichtigsten genetischen Risikofaktoren der primären Laktose-Intoleranz optimiert und ist extrem einfach durchzuführen. Durch das einzigartige Direkt-Verfahren muss die DNA nicht mehr isoliert werden: Die Blutprobe wird mit zwei Extraktionsreagenzien behandelt und kann dann direkt in die PCR eingesetzt werden. Die PCR-Primer und Microarray-Sonden sind derart ausgewählt, dass die genannten Polymorphismen 13910 C/T und 22018 G/A eindeutig erfasst werden. Die Datenanalyse, Dateninterpretation sowie die elektronische Archivierung erfolgen vollautomatisch mittels der EUROArrayScan-Software. Bei positivem Nachweis einer Mutation wird im Ergebnis zwischen dem homozygoten und heterozygoten Vorliegen differenziert. Mit dem EUROArray Laktose-Intoleranz Direct wird speziell auch für selten auftretende Genotypen allerhöchste Ergebnissicherheit gewährleistet: Dazu wurden in das Testsystem einzigartige Kontrollen integriert, die anzeigen, wenn in der untersuchten DNA weitere bekannte Mutationen in direkter Nachbarschaft zu den untersuchten Sequenzvarianten vorliegen, welche die Bindung an die Sonden und somit den Nachweis beeinflussen könnten.

ProduktBestell-Nr.
EUROArray Laktose-Intoleranz DirectMN 5351-V