Aldosteron

Klinische Bedeutung

Das Hormon Aldosteron wird aus Cholesterin in der Nebennierenrinde gebildet. Es ist ein Mineralcorticoid und bindet sich an Mineralcorticoidrezeptoren in Niere, Herz, Blutgefäßen, Leber und anderen Geweben. Aldosteron wird über das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) reguliert. Aldosteron wirkt insbesondere in der Niere, wo es die Resorption von Natrium aus den distalen Tubuli und die Ausscheidung von Kalium steigert. Durch Erhöhung der Natriumkonzentration steigen Blutvolumen und Blutdruck.

Diagnostik

Hyperaldosteronismus kann primär oder sekundär sein. Das häufigste Symptom ist Bluthochdruck, einhergehend mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Polyurie und Polydipsie. Bis zu zehn Prozent aller Hypertonie-Fälle werden durch einen primären Hyperaldosteronismus hervorgerufen, der sekundäre ist seltener.
Der primäre Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) ist durch die Aldosteron-Überproduktion der Nebenniere bedingt. Ursache ist in zwei Dritteln der Fälle eine idiopathische beidseitige Nebennierenhyperplasie und in einem Drittel der Fälle ein Tumor in der Zona glomerulosa. Beim primären Hyperaldosteronismus ist gleichzeitig die Renin-Konzentration verringert, bei manifester Erkrankung kann Renin komplett unterdrückt sein. Der sekundäre Hyperaldosteronismus ist die Folge einer Überstimulierung des RAAS. Beim sekundären Hyperaldosteronismus sind die Konzentrationen von Aldosteron und Renin erhöht. Bei Verdacht auf Hyperaldosteronismus muss das Verhältnis von Aldosteron zu Renin im Plasma bestimmt werden.
Der Aldosteronspiegel ist bei chronischer Nebennierenrinden-Insuffizienz (Addison-Krankheit) und bei Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz erniedrigt.

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Aldosteron
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